In der Welt der Outdoor- und Funktionsbekleidung können manche Begriffe komplex wirken: wasserdicht, wasserabweisend, winddicht … Doch ein klares Verständnis hilft dabei, ein Modell zu wählen, das wirklich den eigenen Bedürfnissen und den jeweiligen Bedingungen entspricht – vom Regenschauer bis hin zu Windböen in Höhenlagen.

Wasserdichtigkeit: Schutz vor Wasser

Die Wasserdichtigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Gewebes, das Eindringen von Wasser selbst bei anhaltendem Regen oder starkem Druck zu verhindern.

Sie wird insbesondere anhand der Wassersäule gemessen, angegeben in Millimetern. Je höher dieser Wert ist, desto widerstandsfähiger ist das Gewebe gegenüber Wasserdruck. Eine Membran oder Beschichtung bildet dabei eine schützende Barriere, die das Eindringen von Niederschlägen begrenzt.

Funktionsbekleidung kombiniert diese Wasserdichtigkeit in der Regel mit Atmungsaktivität, damit der vom Körper produzierte Wasserdampf entweichen kann. Das Ziel: vor Regen geschützt bleiben und gleichzeitig maximalen Komfort bei körperlicher Anstrengung bewahren.

Wasserdichtigkeit ist daher besonders für feuchte Witterungsbedingungen und schlechtes Wetter geeignet, wenn die Priorität darin besteht, den Körper trocken zu halten.

 

Wasserabweisung: wenn Wasser an der Oberfläche abperlt

Häufig mit Wasserdichtigkeit verwechselt, bezeichnet die Wasserabweisung (oder der Abperleffekt) die Fähigkeit eines Gewebes, Wassertropfen an seiner Oberfläche abperlen und abgleiten zu lassen, ohne dass sie sofort in die Fasern eindringen.

Diese Eigenschaft beruht in der Regel auf einer wasserabweisenden Behandlung, die auf die Außenfläche des Textils aufgetragen wird. Sie bietet einen wirksamen Schutz vor leichtem Regen, Schneeflocken oder Feuchtigkeit, während Leichtigkeit und Tragekomfort des Kleidungsstücks erhalten bleiben.

Im Unterschied zu einer wasserdichten Membran ist eine wasserabweisende Ausrüstung jedoch nicht darauf ausgelegt, dauerhaft anhaltendem Regen standzuhalten. Sie stellt eine erste Barriere gegen Feuchtigkeit dar, die besonders bei Daunenjacken nützlich ist.

Bei Pyrenex trägt sie insbesondere dazu bei, die Daunen zu schützen, um ihre isolierenden Eigenschaften und ihre Bauschkraft auch unter feuchten Bedingungen zu bewahren. Ein echter Vorteil, um die Wärme und Leichtigkeit der Daunen auch bei kühlerem Wetter voll auszukosten.

Winddichtigkeit: Schutz vor Windböen

Die winddichte Funktion bezeichnet die Fähigkeit eines Textils, das Eindringen von Luft zu verringern, um den Körper vor kalter Zugluft zu schützen.

Besonders in den Bergen oder bei Outdoor-Aktivitäten geschätzt, ermöglicht dieser Schutz, die Körperwärme zu bewahren und das durch den Wind verstärkte Kältegefühl zu verringern. Er beruht meist auf einer ausreichend dichten Webart oder einer speziellen Membran, die verhindert, dass Luft leicht durch das Gewebe strömt.

Ein winddichtes Kleidungsstück bietet somit einen unverzichtbaren Schutz, wenn die Temperaturen sinken oder die Bedingungen anspruchsvoller werden, und bleibt dabei leicht und angenehm zu tragen.

Die Wirksamkeit eines winddichten Gewebes lässt sich insbesondere anhand seiner Luftdurchlässigkeit messen, die in l/m²/s angegeben wird. Je niedriger dieser Wert ist, desto stärker schränkt das Gewebe die Luftzirkulation ein und schützt vor Kälte.

Dieser Schutz spielt neben der Isolierung eine wesentliche Rolle: Selbst extrem leistungsstarke Daunen verlieren einen Teil ihrer Effizienz, wenn der Wind leicht durch das Außengewebe dringt. Funktionstextilien vereinen daher Leichtigkeit, Windbeständigkeit und Atmungsaktivität, um optimalen Komfort zu bieten – selbst wenn das Wetter umschlägt.

Die Kunst, Technologien zu kombinieren

Die Leistungsfähigkeit eines Funktionskleidungsstücks beruht selten auf einer einzigen Eigenschaft. Wasserdichtigkeit, Wasserabweisung und Winddichtigkeit ergänzen einander und lassen sich je nach Verwendungszweck und den Bedingungen, für die das Modell bestimmt ist, kombinieren.

Eine Daunenjacke kann somit ein winddichtes Außengewebe mit einer wasserabweisenden Behandlung kombinieren, um vor Wind und leichten Witterungseinflüssen zu schützen und gleichzeitig Leichtigkeit und Atmungsaktivität zu bewahren. Für anspruchsvollere Bedingungen bieten bestimmte Modelle verstärkten Schutz an besonders exponierten Stellen wie Schultern, Kapuze oder Unterarmen.

Bei Pyrenex ist dieser Ansatz Teil eines französischen Know-hows, das seit über 160 Jahren in den Ateliers von Saint-Sever weiterentwickelt wird. Jedes Modell vereint die sorgfältige Auswahl von Materialien, Veredelungen und Daunen, um einem präzisen Verwendungszweck gerecht zu werden: ob im Alltag, bei Outdoor-Aktivitäten oder unter anspruchsvollsten Bedingungen.

Das Verständnis dieser verschiedenen Technologien ermöglicht es letztlich, ein Kleidungsstück nach seinem tatsächlichen Einsatzzweck auszuwählen, anstatt sich ausschließlich auf technische Versprechen zu verlassen. Denn ein guter Schutz ist vor allem derjenige, der den Bedingungen gerecht wird, denen man tatsächlich ausgesetzt ist.

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